GSG groß - Woorteweg

OEDING 24.07.17 10.30 Uhr -- „Gefährliche Stoffe und Güter (GSG) groß“ meldete am Montagmorgen die Feuerwehrleitstelle in Borken an die örtliche Polizei und Feuerwehr, nachdem ein LKW-Fahrer ein Leck an einem Gastank auf der Jakobistraße bemerkt hatte. Nach einstündigem Einsatz konnte Einsatzleiter Udo Bußkamp Entwarnung geben.

Unter anderem einem glücklichen Zufall ist es zu verdanken, dass die Situation an der Jakobistraße ein glimpfliches Ende nahm. Denn dass am Steuer eines Gas-Tankers ausgerechnet ein Gutachter für Gas-Tankstellen sitzt, kommt nicht alle Tage vor. „Nur weil hier eigentlich morgen die Abnahme der Gas-Tankstelle erfolgen sollte, bin ich persönlich hingefahren“, berichtete der Fahrer mit dem passenden Namen Marco Prüfer.

Gas entwich aus defektem Gewinde

Vor Ort habe er sowohl gehört als auch gerochen, dass Gas aus einem defekten Gewinde entweiche. Daraufhin löste er den Alarm aus. „Nach der Meldung ‚GSG groß‘ rückten zunächst 100 Einsatzkräfte aus. Unter anderem ein ABC-Zug aus Borken, der Rettungsdienst, Polizei und natürlich die Feuerwehr inklusive des Feuerwehrbrandmeisters des Kreises Borken“, erklärte Udo Bußkamp vor Ort. Die Männer der Feuerwehr Südlohn und Oeding hatten die Lage vor Ort allerdings schnell im Griff, sodass 70 Kräfte wieder umkehren konnten.


Trotzdem mussten für die Maßnahmen die Zufahrtsstraßen weiträumig gesperrt und ein angrenzendes Bekleidungsgeschäft evakuiert werden. „Obwohl wir die Gefahr gut einschätzen konnten, waren unsere Männer für einen Löschangriff in Bereitschaft“, so Bußkamp.

Notventil geöffnet

Um jegliche Gefahr zu bannen, ließen die Einsatzkräfte durch ein Notventil die im Tank verbliebenen 300 Liter Gas entweichen.
Bei dem Gas handelte es sich um LPG-Flüssiggas, mit dem unter anderem Autos betrieben werden. Es ist hochentzündlich, weshalb Flüssiggaslagerbehälter in bestimmten Fristen wiederkehrend durch eine zugelassene Überwachungsstelle geprüft werden müssen. Über die Ursache des Lecks konnte bisher nur spekuliert werden. „Vielleicht ist jemand auf das Gewinde geklettert“ vermutete Prüfer.

Quelle: Münsterland Zeitung