Spendenaktion für Hochwassergebiete

Die Kameraden der Einsatzabteilung waren bereits mit einigen Kräften aus dem Kreis Borken in den Unwettergebieten im Einsatz, als bei uns ebenfalls die Idee entstand zu helfen. Hilfsorganisationen in den betroffenen Gebieten (DRK, Malteser, Johanniter) haben zum Spenden aufgerufen, da viele Menschen ihr Hab und Gut verloren haben. Gemäß dem Aufruf der HiOrgs haben auch wir die Bewohner in unserer Gemeinde kurzfristig über die Sozialen Medien zum Spenden aufgerufen. Es galt Materialien wie Kleidung für Erwachsene, Kinder und Babys, Decken, Schlafsäcke, Rucksäcke, Koffer, Hygieneartikel, Kinderspielzeug, haltbare Lebensmittel, Getränke sowie Tiernahrung für die Betroffenen zu sammeln und auch selbst in zu den Betroffenen zu bringen. Geplant war die Spendenaktion an beiden Kirmesplätzen von 10:00 Uhr bis 11:30 Uhr.

Bereits vor dem Start der Aktion erreichte uns ein Anruf aus Heiden. Die Spedition Brun stellte uns ohne Zögern einen Sattelzug inkl. Fahrer zur Verfügung. Die Firma Paletten Robers aus Südlohn stellte uns ebenfalls einen Sattelzug inkl. Fahrer. Auch Fleischerei Hemsing stellte uns einen Bulli für den Transport zur Verfügung. Somit sollten wir genug Transportmöglichkeiten haben, um die Spenden sicher in die Katastrophengebiete zu bringen.

Noch bevor wir an den Sammelstellen angekommen waren, lagen diese bereits voll mit Spenden. Viele Spender, auch aus den umliegenden Kommunen, sind nach Südlohn und Oeding gekommen, um Ihre Spenden abzugeben. Die Jugendfeuerwehr Gronau, die bereits am Freitag intern gesammelt hatte, brachte uns am Samstag einen kleinen LKW voller Spenden. Edeka Beyer aus Südlohn spendete eine Menge Lebensmittel. Das Bekleidungsunternehmen Hollad brachte neue Kleidung zur Sammelstelle. Schon kurz nach dem Start der Aktion wurden unsere Erwartungen um Längen übertroffen. Die Spendenbereitschaft war enorm.

Nicht nur bei uns war die Spendenbereitschaft riesig. Im ganzen Land wollten Menschen spenden, um den Betroffenen zu helfen. Daher waren auch schnell die Lagerkapazitäten in den Katastrophengebieten ausgeschöpft, sodass einige schon keine Spenden mehr annahmen. Auch wir mussten daraufhin unsere Aktion stoppen und konnten keine Spenden mehr annehmen.

Mittlerweile hatten sich aber so viele Spenden angesammelt, dass die zur Verfügung gestellten Fahrzeuge nicht mehr aus reichten. Nach einem kurzen Telefonat hat auch die Spedition Hoeper einen Sattelzug und einen LKW mit Wechselbrücke zur Verfügung gestellt. Nur durch direkte Kontakte in die Krisengebiete und mit Hilfe der Jugendfeuerwehr Gescher konnten sich zwei Kolonnen am Sonntag, den 18.07. auf den Weg ins Krisengebiet machen. Zwei Sattelzüge von uns und fünf Sattelzüge der Jugendfeuerwehr Gescher fuhren nach Kall. Zwei Bullis und ein kleiner LKW machten sich auf dem Weg nach Butzweiler. In den jeweiligen Orten wurden die Spendengüter dann in Verteilerzentren abgeladen. Von hier aus wird die Weiterverteilung an die Betroffenen organisiert.

Ein weiterer Sattelzug und ein LKW mit Wechselbrücke verblieben in der Gemeinde. Die Kapazitäten vor Ort reichten nicht aus, um all unsere Spenden entgegenzunehmen. Die Firmen Brun und Bewital erklärten sich schnell bereit die Spenden zwischenzulagern. In der letzten Woche hatten wir dann genügend Zeit einen Abnehmer für unsere Spendengüter zu finden. So konnten wir am vergangenen Samstag die Spenden der KAB Vreden übergeben. Die KAB Vreden pflegt Kontakte nach Weißrussland und organisiert regelmäßig Fahrten mit Hilfsgütern dort hin. Zwar konnten wir nicht all unsere Spenden in die Krisengebiete bringen, jedoch sind wir sicher, dass wir mit der KAB Vreden einen vertrauenswürdigen Abnehmer gefunden haben und, dass auch diese Spenden dort ankommen, wo sie gebraucht werden.

Wir möchten uns bei allen Spendern Bedanken.

Aber besonders Bedanken möchten wir uns bei den hiesigen Firmen, die uns bei Transport, Logistik, Vorbereitung und Verpflegung unterstützt haben: Fleischerei Hemsing, Haku Möbel, Gilde Logistik, Brun Spedition, Paletten Robers, Bewital, Spedition Hoeper, Bäckerei Tenk, Peter Rotz und die beiden Löschzüge Südlohn und Oeding.